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Kirchengeschichte

4 Birnbaumer Kapellen Juli 2016

Geschichte der Pfarrei Birnbaum

Einer Legende nach, die sich zwar bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen, aber durch keine zeitgenössische Quelle belegen läßt, soll der Hl. Bamberger Bischof Otto I. (1102 -1139) eine Kapelle zu Ehren des Hl. Erzmärtyrers  Stephan in Birnbaum geweiht haben. Demnach hätte bereits im 12. Jahrhundert eine Kirche in Birnbaum gestanden. Urkundlich erwähnt wird Birnbaum hingegen erst im Jahr 1323.

Birnbaum gehörte ursprünglich zum weit ausgedehnten Sprengel der Pfarrei Kronach, ehe es der Pfarrei Steinwiesen zugewiesen wurde, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts (vor 1421) gegründet wurde. Am 15. September 1492 wurde Neufang mit Birnbaum von der Pfarrei Steinwiesen separiert und zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben. Aus dieser Zeit dürften auch die ältesten Bauteile der heutigen Kirche von Birnbaum stammen. Anlaß für die Separation waren in erster Linie seelsorgerliche Belange: die Beschwerlichkeit der Wege durch Wälder und Berge von Neufang und Birnbaum zur Pfarrkirche in Steinwiesen, unruhige Zeiten und Unwetter werden als Hindernisse im Fundationsbrief der Pfarrei Neufang genannt. Für die Unterhaltung des neuen Pfarrers leisteten Neufang wie Birnbaum ihren Anteil.

Als Filialort von Neufang erlebte Birnbaum das unruhige 16. Jahrhundert mit Reformationen, Bauernkrieg und Gegenreformation, das auch in den oberen Frankenwald viel Verwirrung brachte. In diese unruhige Zeit fällt die Gründung der Pfarrei Birnbaum im Jahr 1623.

Die heute noch erhaltene Stiftungsurkunde datiert auf den 07. September 1623. In lateinischer Sprache werden darin zunächst einmal die Motive für die Auspfarrung der Ortschaft Birnbaum und die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei geschildert.

Ausschnitt aus der Festschrift 375 Jahre Pfarrei St. Stephan Birnbaum
von Elmar Kerner im Jahre 1999

Feld- und Wegkapellen

In und um Birnbaum befinden sich insgesamt vier Feld- und Wegkapellen, deren Geschichte sich teilweise über Jahrhunderte zurückverfolgen läßt. Erfreulicherweise sind alle diese Zeugnisse von Volksfrömmigkeit bis auf den heutigen Tag in das religiöse Leben der Pfarrei eingebunden und befinden sich dank der Bemühungen ihrer Eigentümer in einem guten baulichen Zustand.

  • Die Fünf-Wunden-Kapelle / Schübertskapelle
  • Die Kriegergedächtniskapelle/ Wolfkapelle
  • Die Markuskapelle / Pieters-Kapelle
  • Die Wunderkapelle/ Mühlottnkapelle
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